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- 27.12.2010: Tu Gutes
- 6.12.2010: Gut das wir Wetter haben
- 9.11.2010: Weihnachten, Silvester, Neujahr und andere verrückte Sachen
- 28.10.2010: Kinder braucht die Welt
- 22.6.2010: Es ist getan 29T
- 3.6.2010: Goßmar erwartet seine Gäste
- 18.5.2010: Ich bin ja sooooooooooooo müde
- 5.1.2010: Prost Neujahr 2010; Wo ist nur die Zeit geblieben?
- 29.7.2009: Ihr habt ja alle so Recht
- 21.8.2008: Die Qual der Wahl
Blogroll
Archive für Dezember 2010
Tu Gutes
27.12.2010 von admin.
Das mit dem Winterschlaf hat nicht geklappt. Wir Menschen sind wohl doch nicht so dafür geschaffen. Wer soll den auch bei dem Weihnachtsstress Ruhe finden. Aber jetzt sind diese Tage ja erstmal vorbei, war ja nur ein verlängertes Wochenende, aber dafür reichlich Schnee. Das zum Thema “weiße Weihnachten”. Sehr passend dazu ist der Artikel auf www.Heideblick.de Habe mich köstlich amüsiert. Wie aus dem Leben gegriffen.
Jetzt noch ein paar Kleinigkeiten zum Jahresabschluss erledigen und dann fängt alles wieder von vorn an, nur eben 2011 hinter dem Datum schreiben. Werde wie jedes Jahr Wochen brauchen, bis ich es auf Anhieb richtig schreibe. So ist dass eben, wenn man älter wird, was man ja auch im neuen Jahr erneut wird, och neeeee nicht schon wieder.
Nicht zu ändern, habe gehört geht jedem so.
Am Heiligen Abend in der Kirche sprach man viel von Nächstenliebe und halten alle zusammen und nehmt Euch bei den Händen und so. Hört sich immer schön an, aber was ist den wirklich darunter zu verstehen. Wie zeigt sich Nächstenliebe im täglichen Leben. Sind wir wirklich so uneigennützig und helfen den Schwachen in unserer Gesellschaft ohne eigene Vorteile daraus ziehen zu wollen? Es ist halt so, wo Reichtum ist, gibt es auch Armut, wo Freude ist, ist auch Trauer, wo Licht ist, ist auch Dunkelheit. Der ewige Kampf der Gegensätze, welche sich ja bekanntlich anziehen.
Nun genug philosophiert, jeder ist sich selbst der Nächste, ohne Fleiß kein Preis und ich als bekennender Atheist sollte lieber mehr auf die weltlichen Sachen achten.
Es ist mittlerweile 22:30 Uhr. Eine letzte Zigarette für heute treibt mich auf den Balkon, in die dunkle, kalte, verschneite Nacht. Über die Dorfstrasse sehe ich eine Gestalt ein schwachbeleutetes Fahrrad schieben. Um diese Zeit, bei diesem Wetter denke ich noch so, um natürlich gleich darauf zu schließen, dass dieser arme Kerl bestimmt von Arbeit kommt. Zielsicher schiebt er sein Fahrad durch hohe Schneewehen die Strase entlang. Ich gehe fröstelnd zurück in die warme Stube, nicht ohne einen letzten Blick des Bedauerns auf den einsamen Radfahrer (Fahrradschieber) zu werfen. Ich denke noch daran wie wir als Autofahrer über die zugewehten und glatten Strassen schimpfen, welche ein in Ohnmacht gefallener Winterdienst nicht in den Griff bekommt. Aber welche Schimpftiraden mögen erst aus seinem Munde zu diesem Thema kommen.
Am nächsten Nachmittag überhole ich auf der Bundesstrasse ganz vorsichtig einen älteren Radfahrer. Ob das der von gestern Abend ist denke ich noch so, muss mich aber auf die Strasse konzentrieren. Am Abend sehe ich ihn wieder, sein Fahrrad schiebend vorwärts bewegen, einen unbefestigten Weg am Rande des Dorfes, zu einem einzelnen Gehöft. Selbst schon Rentner besucht er seine Mutter jeden Tag im 5 km entfernten Seniorenheim erzählt man mir später, egal ob es regnet oder schneit, die Sonne erbarmungslos brennt und im Radio schon gewarnt wird, wegen Ozonbelastung und so. Nichts scheint diesem Mann daran zu hindern wahre Nächstenliebe zu tun. Ich bin schwer beeindruckt, es gibt sie also doch, die Menschen, die jeden Tag menschliches tun. So sei es auch in 2011.
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Gut das wir Wetter haben
6.12.2010 von admin.
Große Schneeberge liegen an den Strassenrändern. Die Autos bewegen sich auf den mittlerweile gesetztlich vorgeschriebenen Winterreifen nur sehr bedächtig durch Schneewehen und sau glatten Strassen vorwärts. Erneut überraschte uns der Winter völlig unvorbereitet in Zeiten der globalen Erwärmung. Dabei hatte ich schon vor 3 Jahren geplant meine Heizung gegen eine Klimaanlage zu tauschen.
Erst der Krampf mit den tausenden Litern Regenwasser, die einfach nicht in das Erdreich versickern wollten und dann zweistellige Minusgrade und ein “wenig Schnee”. Ich fahre das Auto auf die geschobene Ausfahrt vor dem Haus und überlege wie ich nach Beesdau komme. Strasse wird ja noch bis 31.12.
fertig gebaut, ach so ja Wetter, dann etwas später. Zwei Varianten stehen zur Auswahl.
Über die schmale, durch die Traktoren der Agrargenossenschaft geschaffene, einspurige Strasse nach Freesdorf und dann über Görlsdorf oder aber über die B96 nach Bornsdorf und dann durch den Wald von der” jenne Siete” (Goßmar´sche Mundart) nach Beesdau. Entscheide mich für die zweite und stehe mit durchdrehenden Rädern an der Auffahrt zur B96. Der “große Berg” lässt sich auch mit den nagelneuen Winterreifen nicht bezwingen. Rolle zurück bis zum Ortseingangsschild und hole Schwung, um dann vorn wider anzuhalten, da Verkehr. Im dritten Anlauf bin ich auf der Bundesstrasse und lass die Pferde ziehen. Eine flackernde gelbe Lampe im Auto (so ein komischer elektronischer Schnickschnack) erinnert mich daran, dass es auch hier glatt ist. Bis Bornsdorf alles ok, die Kurven zwischen Riedebeck und Bornsdorf kennt man ja, also Vorsicht geboten. Durch Bornsdorf durch, naja und dann können die Winterreifen beweisen, warum da eine Scheeflocke drauf ist. Wie immer komme ich zu spät, nur diesmal noch etwas später.
Mir fällt ein Spruch aus DDR Zeiten ein. Die 4 Feinde des Sozialismus, Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Damals hatten die wenigsten Winterreifen aber nach ein paar Tagen hatten wir das Chaos im Griff, jetzt hat uns das Chaos im Griff.
Auf der Homepage der Stadt Luckau wurde jetzt informiert, dass die Strassen in Kategorien eingeteilt sind. Bei Kategorie 5 muss es erst über 15 cm schneien, dass der Winterdienst räumt. Ansonsten die Anlieger selbst. Begründet wird dies, durch gestiegene Kosten und mangelndes Personal. Wer also fern ab des Verkehrs etwas ruhiger wohnt, muss auch in Kauf nehmen, seine Zufahrtsstrasse selbst zu beräumen. Aber habt Vertrauen, der Wetterdienst hat die nächsten Schneefälle angekündigt und da sollten doch 15 cm drin sein. Es sei denn, ihr seit in der Kategorie 6, da müssen erst 30 cm fallen und die werden erst beräumt, wenn alle vorherigen Kategorien abgearbeitet sind, also wahrscheinlich bis zum einsetzenden Tauwetter, welches eine natürliche Abnahme der Schneehöhe zur Folge hat und somit dann nicht mehr beräumt werden muss. Ein Teufelskreis. Welche Blüten manchmal im Winterschnee zum Vorschein kommen ist doch bemerkenswert.
Ich mach jetzt Winterschlaf. Bis zum Frühjahr.
Euer BGL
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