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- 27.12.2010: Tu Gutes
- 6.12.2010: Gut das wir Wetter haben
- 9.11.2010: Weihnachten, Silvester, Neujahr und andere verrückte Sachen
- 28.10.2010: Kinder braucht die Welt
- 22.6.2010: Es ist getan 29T
- 3.6.2010: Goßmar erwartet seine Gäste
- 18.5.2010: Ich bin ja sooooooooooooo müde
- 5.1.2010: Prost Neujahr 2010; Wo ist nur die Zeit geblieben?
- 29.7.2009: Ihr habt ja alle so Recht
- 21.8.2008: Die Qual der Wahl
Blogroll
Kinder braucht die Welt
Unser schönes Heideblick. Tolle Landschaften, schöne Dörfer, tolle Menschen. Na ja, nicht alle, wo gibt es dass schon, aber doch wohne ich gern hier in dieser verträumten Ecke unseres brandenburgischen Landes. Und zum Einkaufen ist es auch nicht weit bis in die schöne historische Stadt Luckau. Man braucht nicht mal in die Innenstadt vordringen, da die Supermärkte strategisch sehr günstig im Außenbereich angelegt wurden, für Autofahrer ideal. Ein Auto braucht man hier unbedingt. Zum einen um die vielen Kilometer zu meistern die zwischen dem zu Hause und dem Arbeitgeber liegen, welcher ja auf regelmäßige Besuche besteht, zum anderen um sich mit Sachen des täglichen Bedarfs zu bevorraten und natürlich um die Kinder, so man hat, in die nächstgelegene pädagogische Einrichtung zu bringen.
Ach ja, wie schön war das Früher, kurz mit dem Fahrrad um die Ecke, kurzer Plausch und man war die kleinen Racker für ein paar Stunden los. Und heute fährt man doch einige Kilometer, meist noch in die falsche Richtung bezüglich des Arbeitsweges, um die Kleinen in die Obhut staatlich ausgebildeter Pädagogen zu geben, oder gibt es dafür auch schon ein neues Wort.
Ja, ja die guten alten Zeiten sind vorbei, zum Teil gut so, andererseits traurig. Unsere Kita war mit eine der Ersten, die geschlossen wurde. Kinderzahlen rückläufig, Kosten zu hoch, Bedarf nicht da, etc. Mußte man so einsehen, war auch so.
Schaue mir gerade mal die Entwicklung der Geburtenzahlen in Heideblick an, weil in Gehren die Kita ausgebaut werden soll oder sollte, mit Fördermitteln und dann ohne, was teurer ist als mit und kein Geld da ist, aber gemacht werden muss was, weil geht so nicht. Sehr verwirrend für Außenstehende. Das Schlimmste ist eigentlich der öffentlich ausgetragene Streit der Gemeindevertreter, die sich einfach nicht einigen können, warum auch immer. Die Eltern wissen nicht wie es weiter geht, sollen sie sich schon um eine andere Unterbringung kümmern oder wird nun doch etwas gemacht und wenn etwas gemacht wird, geht es dann so weiter wie angefangen oder wird hier eine Minimallösung gemacht, wo nur die Mindestanfordrungen erfüllt werden.
Probleme die einen nachdenken lassen und man selbst kommt zu der Erkenntnis “Blos gut, meine Kinder sind schon groß.” Man ließt im Internet und in der Zeitung, wie sich die Eltern engagieren, versucht ihre Argumente zu verstehen, höhrt die Aussagen der Entscheidungsträger, schüttelt manchmal sein leicht ergrautes Haar, wundert sich, ergreift Partei und versteht es trotzdem nicht.
Die Entscheidung eine Strasse zu bauen ist schneller getroffen, obwohl es hier meist um größere Beträge geht. Es ist ja auch wichtig auf einer glatten Asphaltstrasse von einem Ort zum anderen fahrzeugschonend dahin zu gleiten. Aber wer braucht schon Kinder in seiner unmittelbaren Nähe, wenn es nicht gerade die eigenen Enkelkinder sind, die man ja wenn sie nerven an die Erzeuger zurück geben kann. Ansonsten verursachen diese kleinen Racker ja nur imense Kosten, welche man in einer buchhaltärischen Aufarbeitung nach Soll und Haben, auch mit größten Anstrengungen nicht in den positiven Bereich bekommt.
Und trotzdem brauchen wir unseren Nachwuchs, denn wer soll mal für uns die Rente verdienen, uns helfen, wenn wir krank werden, uns pflegen, wenn es gar nicht mehr geht? Genau diese Generation, über die wir jetzt aus Kostengründen entscheiden. Die große Politik hat es uns vor gemacht und versucht jetzt den Scherbenhaufen einer verfehlten Sozialpolitik zu sortieren. Ob man noch was Brauchbares finden wird?
Lassen wir es in unserem Ort nicht so weit kommen und lassen die uns gebotenen Möglichkeiten nicht ungenutzt. Später bereuen wir es und müssen mit einem größeren Aufwand dann doch etwas machen. Andre Orten würden sich darüber freuen
Da stellt sich mir die Frage “Kinder”, sind die nicht gleich in Groß zu bekommen?
Euer BGL