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Die Qual der Wahl

Dieser Eintrag stammt von admin Am 21.8.2008 @ 08:40 In Geschichten die das Leben schreibt | Keine Kommentare

28. September 2008 Kommunalwahlen. Eine Wahlperiode ist fast abgeschlossen. Man blickt zurück, was haben wir erreicht. Zweifel, dies und das hätte besser sein können, die Zeit das leidige Thema, Familie, Arbeit, Freizeit, ich muss besser koordinieren, aber ich bin halt so chaotisch. Stress beflügelt die Sinne. Adrenalin pur und dann wird es auch. Andere begeistern und sich freuen über das Erreichte, um Minuten später schonungslos kritisiert zu werden. Stellung beziehen, sich rechtfertigen, obwohl man nur das Beste wollte. Versammlung, wenn andere mit der Familie zu Hause sitzen und entspannen, sich streiten um den besten Weg zum Ziel zu finden, Nerven aufreiben. Entschlüsse fassen, die immer einen Kompromiss darstellen und somit nicht allen gerecht werden. Am nächsten Tag belächelt werden weil man in die “Schlagzeilen” gekommen ist.
Überwiegen die schönen Momente, die uns immer wieder anspornen weiter zu machen?  Und es kommt die Frage: “Stellt man sich wieder der Wahl oder lässt man es andere viel besser machen. Kandidaten gibt es ja genug, oder nicht? Zweifelnde Fragen, nochmal oder jetzt die Anderen. “Bist du nicht auch schon alt genug.” Es könnte doch auch interessant sein, in der zweiten Reihe zu stehen, zu helfen wenn man gebraucht wird, selbstverständlich, aber nicht müssen weil keine Zeit, beim Dorffest einfach nur hingehen und sich freuen, mit Freunden an der Theke zu stehen ohne nach 5 min los zu rennen, weil der nächste Programmpunkt vorbereitet werden muss, oder noch viel schlimmer, man könnte sogar mal mit der Frau, ich mein die Eigene, mehr als nur die Eröffnungsrunde tanzen.
Gedanken die man sich so macht, am Tag vor der Abgabe der Wahlvorschläge. Aber was soll´s , nicht immer werden Entschlüsse logisch nachvollziehbar getätigt und schon gar nicht von Männern.  Noch ne Runde, so das Volk es will.
Ich schreibe meinen Namen in die Wahlvorschlagsliste ein und beantworte alle Fragen nach bestem wissen und Gewissen, auch die, die völlig dämlich und unverständlich gestellt sind.

Der Hund bellt, der mit der Steuermarke am Halsband. Sein Freund der Postbote kommt.
Ich geh zum Briefkasten, wie immer Werbung und Rechnungen. Oh, die Handyrechnung. Ich öffne den Umschlag gleich vor der Tür. Ich schau auf die Summe.!??? War ja auch Dorffestvorbereitung, nächsten Monat ist es wieder weniger, tröste ich mich und fülle meinen Wahlvorschlag weiter aus. Fertig, jetzt noch zur Verwaltung und dann gut. Während der Fahrt dorthin erinnert mich eine freundlich orange leuchtende Lampe daran zu tanken.

Zweifel? Nein, trotz alledem.


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